Der Helden Wahnsinn

Die Tragödien von Sophokles, seine „Antigone“ oder sein „Ödipus“, gehören zum Grundbestand der abendländischen Kultur. Und doch tun wir uns schwer mit ihnen. Sie wirklich ernst nehmen heißt, sie in ihrer Fremdheit wahrnehmen und uns von den Alten etwas sagen lassen, das uns Modernen verlorenging. Sophokles „Aias“ kann uns dann mehr sagen als uns lieb ist.

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Auf der Suche nach der verlorenen Bedeutung

Van Dyck war ein Wunderkind der Malerei. Er hat in seinem kurzen Leben – er wurde nur 42 – hunderte von glanzvollen Portraits gemalt. Und daneben hat er herausragende Historienbilder geschaffen. Die Münchner van Dyck Ausstellung zeigt ihn als einen experimentierenden Künstler, der seine Werkstatt zur Mal-Manufaktur entwickelt hat. Er wurde deshalb als „Unternehmergenie“ bezeichnet. Ich finde in ihm das Genie, das auf neuen Wegen auf der Suche nach der alten Bedeutung war.

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Keine Wahrheit ohne Engel

Erst die Renaissance gewährt den großen Meistern das Upgrade vom Handwerker zum Künstler. Dürer ist einer der ersten, der seine Werke konsequent signiert: „ipsum me propriis sic effin“ (selbst malte ich mich so), schreibt er mit großer Geste neben sein Selbstportrait, das den Künstler als göttlichen Schöpfer zeigt, der sich imitatione Christi als Quelle von Licht und Wahrheit versteht. – Eine „Verkündigung“ die viele „Vorbilder“ hat.

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U-Topie – Das Rad des Humanismus

Marc Augé ist „auf der Suche nach der verlorenen Stadt“ nun nicht auf den Hund, sondern auf das Fahrrad gekommen. Mit seinem „Lob des Fahrrads“ verbindet er eine persönliche Liebeserklärung ans Rad mit dem Versuch, die Wohnlichkeit der Städte zurückzuerobern. Augés „Lob des Fahrrads“ ist zugleich eine Liebeserklärung an die Stadt, die Stadt und Rad ironisch-kritisch innig verbinden möchte.

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